Lädt Ihr Shop schon,
bevor jemand zustimmt?
Ein Cookie-Banner beantwortet die Frage nicht. Entscheidend ist der Zeitpunkt: was passiert zwischen dem Aufruf der Seite und dem ersten Klick.
Der Zeitpunkt ist die Sache
Fast jede Prüfung sieht nach, ob ein Banner da ist. Die Pflicht hängt aber nicht am Banner, sondern daran, was vor der Antwort darauf schon geladen wurde.
| Angabe | Fundstelle |
|---|---|
| Vor dem ersten Klick Grundsätzlich darf nur laufen, was für den Betrieb der Seite technisch notwendig ist. Ein Analyseskript, das beim Seitenaufruf feuert, hat die Einwilligung nicht abgewartet. | Art. 5 Abs 3 Richtlinie 2002/58/EG (Österreich § 165 Abs 3 TKG 2021, Deutschland § 25 TDDDG) |
| Nach einem Klick auf Ablehnen Die interessantere Hälfte: manche Banner setzen den Zustand, laden aber weiter. Das lässt sich nur feststellen, indem man wirklich auf Ablehnen klickt und danach noch einmal hinsieht. | Art. 5 Abs 3 Richtlinie 2002/58/EG |
| Auf Unterseiten, nicht nur auf der Startseite Skripte werden oft nur auf Produkt- oder Kategorieseiten eingebunden. Ein Startseiten-Test sieht sie nie. | Art. 5 Abs 3 Richtlinie 2002/58/EG |
| Über einen eigenen Hostnamen Beim CNAME-Cloaking zeigt eine Subdomain Ihrer eigenen Domain per DNS auf einen Drittanbieter. In der Adressliste sieht das aus wie Ihre eigene Seite. | Art. 5 Abs 3 Richtlinie 2002/58/EG, Art. 5 DSGVO |
Was ein Scan davon zeigt
Er öffnet mehrere Seiten ohne das Banner zu bestätigen, notiert jeden Host und den Zeitpunkt des ersten Aufrufs, klickt danach auf Ablehnen und sieht noch einmal nach. Er löst dabei nie einen Bot-Schutz auf: blockiert heißt blockiert und steht so im Bericht. Zu jedem Dienst nennt der Bericht, wie Sie ihn in Ihrem Banner-Tool erst nach der Zustimmung laden. Anleitungen je Banner-Tool: Cookiebot, Usercentrics, Borlabs Cookie.
Stand: 9. Oktober 2026. Wir nennen die Fundstelle, damit Sie nachlesen können; eine Rechtsauskunft ist das nicht.